Mittwoch, 21. März 2007

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Viel habe ich nicht geschafft, ich muss ja schließlich mich auch auf New York vorbereiten (Stichwort: Putzen, Einkaufen, Waschen) und Arbeiten.

Aber ich habe es heute geschafft die erste Durchsicht aller im-Belege im Konkret zu machen. Im großen und ganzen sehr langweilig das ganze. Keine überrschanden funde, nur die üblichen Verdächtigen. Jetzt muss ich das ganze noch nach Jahreszahl sortieren, und gucken was für Verben mit den am- und im-Konstruktionen verwendet werden.

In Verbindung mit der im-Konstruktion scheint mir auffällig, dass hier hauptsächlich inchoative Verben verwendet werden (im Kommen, im Entstehen) oder eggressive Verben. Das ist aber nur ein Gefühl. Um das genauer feststellen zu können, muss ich das noch genau auswerten.

Auf jeden Fall scheint es im Konkret anders zu sein, als in der Computerwoche. In der Computerwoche ist mir damals aufgefallen, dass hier auch Verben in Verbindung mit der im-Konstruktion verwendet werden, die im Konkret nur mit der am-Konstruktion vorkommen.

Das Problem wird leider sein, dass ich damit keine schöne diachrone Entwicklung zeigen werden kann, sondern eher die Unterschiede zwischen dem Konkret und der Computerwoche.

Es bleibt also spannend ;)

Vielleicht schaffe ich es diese Woche noch (naja, sagen wir im Zug) ein paar Seiten über die Korpusrecherche zu schreiben.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an - aber bitte ein ander mal.

Gute Nacht!

Dienstag, 20. März 2007

Und wieder nur Tiefschläge...

Das Positive vorneweg, die Buchsituation ist geklärt. Ich kann jetzt also beruhigt in den Urlaub fahren, meine Bücher sind bis dahin entweder verlängert oder abgegeben.

Allerdings war heute rein lerntechnisch Ebbe. Auf der Arbeit war die Hölle los, so dass ich heute Überstunden gemacht habe und morgen außerplanmäßig arbeiten werde. Das wirkt sich nicht allzu positiv auf mein Arbeitspensum aus.

Aber der größte Tiefschlag von heute war die Mail der Sekräterin eines Professors. Es geht um eine Scheinanerkennung aus Manchester, auf die ich schon ein paar Wochen warte. Die Sekräterin war im Urlaub und hat mir heute mitgeteilt, das der Professor noch krank ist. Der Schein ist noch nicht da und es kann noch eine ganze Weile dauern, bis ich den Zettel in den Händen halte. Das ist gar nicht gut, vor New York wird es dann ganz sicher nix mit der Anmeldung. Es ist zum heulen!

Aus frust werde ich jetzt ein bisschen im Korpus arbeiten...

Montag, 19. März 2007

Ein fauler Tag

Heute habe ich auf der Magisterebene so gar nix gemacht. Böse böse..

Nur ein-zwei Seiten in der U-Bahn von Carlotta gelesen. Dabei natürlich nix weltbewegendes entdeckt, was mich Magistertechnisch weiterbringen könnte.

Dafür hab ich heute vormittag einen Persönlichkeitstest bei Cisco gemacht. Ich bin ja mal gespannt, ob die mich danach noch zu einem Vorstellungsgespräch oder "Assessment-Center" einladen. Ich Frage mich ja wirklich, was die mit diesen Tests herausfinden wollen..

Aber morgen muss ich wieder was in Richtung Magisterarbeit machen. Ganz oben auf der Wunschliste steht der längst überfällige Bibliotheksbesuch... das wird wieder teuer.

Sonntag, 18. März 2007

Und wieder ein Wochenende vergangen

Sonntag abend, Andreas ist inzwischen wieder zuhause angekommen.

Mein Arbeitspensum vom heute hat sich Lesen von ein paar Seiten von Carlotta Smith erschöpft.

Jetzt weiß ich auch, warum mein Professor das Buch empfohlen hat, schließlich wird er auch in dem Buch erwähnt. Die Linguistik ist halt ein einziger Klüngel ;).

Auf jeden Fall hab ich mir jetzt nochmal die Verbsemantik (also die Kategorien von States, Semelfaktives, Achievments, Accomplishments und Activities) und die Eigenschaften [telisch], [durativ], [dynamisch] ansehen. Wenn ich bald hoffentlich durch bin mit der langweiligen Korpusrecherche, kann ich dann die gefundenen Progressive (hoffentlich) richtig einordnen.

Interessant war ein Abschnitt über Determiniertheit. Das erinnert an die Idee von Leiss, dass Determiniertheit und Aspekt zusammenhängt. Leiss stellt heraus, dass das verschwinden des (umstrittenen) Aspekts in frühren Sprachstufen des Deutschen im Zusammenhang mit der Bildung der Artikel steht. Ein Indiz hierfür ist, dass slavische (Aspekt-)Sprachen über keine Artikel verfügen.

Auf jeden Fall hat Carlotta Smith hier herausgestellt, dass (nach Krifka) sich Activities wie Massenomen oder Plurale (undeterminiert) verhalten, und Accomplishments wie "zählbare" und "messbare" Nomen. Also wie der Unterschied zwischen quantifizierbar und nicht quantifizierbar.

In wie weit das zusammenhängt ist mir jetzt nicht klar, aber irgendwie hab ich das gefühl, dass da ein Zusammenhang sein könnte. Aber vermutlich würde das eh zu weit führen für meine Magisterarbeit.

Freitag, 16. März 2007

Keine Ausreden mehr...

Der 15. März 2007... vor 5 1/2 Jahren habe ich mein Studium begonnen. Es wird Zeit es zum Ende zu bringen. Und hab heute ist es offiziell... ich habe keine Ausreden mehr.

Die letzte Informatikprüfung ist bestanden... mein Informatikstudium abgeschlossen. Fertig. Punkt, aus - ENDE.

Ab sofort bleibt mir nichts anderes übrig, als mich mit vollem Elan an meine Magisterarbeit zu machen.

Diachrone Betrachtung von deutschen Progressivkonstruktionen

Wenn das nicht nach einer spannenden Zeit voller Entdeckungen, Spaß und Freude klingt, dann werde ich mich wohl sehr langweilen. Aber neben dem Thema muss auch noch der Universitätsdrache bezwungen werden. Die Scheine, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe, müssen fein säuberlich geordnet werden, Formulare ausgefüllt und was weiß ich was muß noch erledigt werden.

Die Bücher, die sich von der Stabi bei mir stapeln, müssen abgegeben und die fälligen Gebühren bezahlt werden. Zum Glück gibt es dort diese anonyme Buchrückgabe, so muss ich wenigstens nicht in vorwurfsvolle Augen sehen, und kann meine Schulden diskret per Überweisung begleichen.

Dann bin ich mit der Korpusrecherche auch noch nicht so weit, wie ich gerne wäre. Es langweilt mich zu tode... auch wenn ich mich inzwischen dazu entschlossen habe nur die am- und die im-Konstruktion zu betrachten, so muss ich bestimmt noch tausende Sätze durchlesen, nur um festzustellen, dass es sich eben nicht um Progressive handelt. Und dann hab ich immer noch nicht meine Ergebnisse, die ich immerhin schon habe, normiert. Geschweige denn korrekt zugeordnet (ich sag nur Verbsemantik).

Das klingt nach aufregenden sechs Monaten, ich hoffe ich schaffe es etwas früher fertig zu werden... schließlich will ich ja auch irgendwann mal fertig werden - und zwar bitte bald.